Montag, 23. September 2013

Der leichte Bohnensack für Unterwegs

Hallo alle miteinander,

vor einiger Zeit hat mich mal wieder die Bastelwut gepackt. Diesmal wollte ich einen Bohnensack (Beanbag) bauen der meinen Ansprüchen entspricht.
Jetzt fragt Ihr euch bestimmt was denn meine Ansprüche sind.
Ich brauchte einen Sack, der leicht, flexibel, waschbar und stabil ist. Also wieder einmal eine eierlegende Wollmilchsau.
Aber ich hab mich nicht abschrecken lassen.
Vielleicht erkläre ich euch erst einmal kurz meine Ansprüche:

Leicht
war bei mir der Sack bei einem maximalen Gewicht von 600 g bei einer Größe von 25 cm x 30 cm.

Flexibel
der Sack muss leicht in eine Position zu bringen sein, der für die Auflage der Kamera optimal ist.

Waschbar
klar er sollte nach einem intensiven Ausseneinsatz auch mal einen Waschgang in der Waschmaschine aushalten.

Stabil
ist für mich ein Sack der in der Form bleibt, die ich vorgebe ohne zu verrutschen.


Das Füllmaterial
Als erstes hab ich mich mit verschiedenen Materialien zur Füllung beschäftigt.
Was muss eine Füllung bieten.
Das Problem was ich bei den allseits bekannten Füllungen hatte war, dass diese nicht waschbar sind (Bohnen, Kerne, usw.) oder extrem laut rascheln (Styropor, Reis, usw.).
Erste Versuche mit feinem Sand hab ich auch schnell verworfen, da dieser doch hin und wieder durch die Nähte heraus kommt und sich auf der Kamera ablagert auch Seramis Blumengranulat ist suboptimal, da es sich mit Wasser vollsaugt und anfängt zu schimmeln.
Nach vielem hin und her hab ich ein perfektes Material gefunden. Für Plastikspritzgußmaschinen wird als Ausgangsprodukt Kunststoffgranulat verwendet. Das besondere an diesem Granulat ist, dass es kleine runde Würste (ca. 0,3 - 0,5 cm lang) sind, die an den Enden gebrochene Kanten haben. Dadurch sind sie zum einen sehr flexibel und zum anderen sehr stabil.


Das Aussenmaterial
Als Aussenmaterial hab ich einen einfachen aber festen Baumwollstoff verwendet.
Mittlerweile habe ich weitere Säcke gebaut unter anderem mit Nylonstoffen und muss sagen eigentlich geht alles was reissfest ist und nicht raschelt.
Jeder kann da den für seinen Geschmack besten Stoff verwenden.


Die Form und das Prinzip
Jetzt musste das ganze auch noch in eine Form gebracht werden, die praktisch für die Fotoarbeit ist.
Alle Bohnensäcke die ich im Internet gefunden hatten waren vom Prinzip immer rund oder Rechteckig und meist relativ dick.
Auf jeden Fall so dick, dass das Material sich seitlich verschieben kann aber nur so, dass es weiterhin eine Schicht zwischen Auflage und Kamera bildet.
Das ist soweit ja auch sinnvoll, macht aber alle Säcke immer relativ schwer, da man viel Material braucht.
Um diese Dilemma zu umgehen habe ich mich an dem Prinzip von Steppdecken orientiert, bei denen auch einzelne Kammern gebildet werden um das Material möglichst dünn und an der vorgesehen Stelle zu halten.
Mein Design besteht aus einem ca. 30 x 25 cm großen Rechteckigen Sack mit einer maximalen Höhe von ca. 2,5 cm. Dabei ist er in acht gleich große Kammern aufgeteilt, die keine Verbindung zu einander haben.




Jede Kammer ist mit 45 Gramm Granulat gefüllt. Da es die Kammer ausfüllt und es keine direkte Verbindung der Kammern untereinander gibt, reicht diese Menge aus um eine sauber Auflage zu gewähren.




Durch die abgesteppten Kammern ergeben sich sehr einfache Möglichkeiten den Sack zu falten um Ihn als Auflage zu verwenden. Hier mal ein paar Beispiele:





Aber nicht nur das er flexibel, waschbar und stabil ist, nein ich habe sogar geschafft das Gewicht auf genau 600 g zu bekommen. Und je nachdem welchen Stoff man nimmt ist sogar noch Luft nach unten.


Ich hoffe euch gefällt der Bohnensack. Wenn Ihr noch Fragen habt meldet euch einfach.






Montag, 16. September 2013

Interview bei Birgit Engelhardt

Hallo alle miteinander,
vor einiger Zeit hat Birgit Engelhardt auf ihrem Blog dazu aufgerufen ein kleines Interview mit ihr zu führen.
Ich fand es eine super Idee und hab gleich die Fragen beantwortet.
Seit gestern ist das Interview nun Online.
Also wer Lust hat ein wenig über mich zu erfahren sollte dem Link folgen:
Birgit Engelhardt Blog
Also viel Spass beim lesen.
Gruß
Daniel