Donnerstag, 29. März 2012

Die Fotosaison hat begonnen

Endlich ist es Frühling!
Die Fotosaison beginnt für uns Naturfotografen. Die leblose Zeit nimmt ein Ende und alles gerät wieder in Bewegung. Blütenteppiche zieren die Gärten und Parks. Die ersten Schmetterlinge sind unterwegs. Die Tage werden länger und somit bleibt nach oder vor der Arbeit auch noch genug Licht zum Fotografieren.
Wie auch schon im letzten Jahr haben wir uns auch dieses Jahr wieder aufgemacht, um ein paar schöne Amphibienfotos zu schießen. Speziell die Moorfroschmännchen in ihrem blauen Balzkleid waren das Ziel unserer Begierde.

Alles geplant und vorbereitet dann kam der Schock. Alle Teiche in unserem angepeilten Fotogebiet wurden durch die Naturschutzbehörde während der Laichzeit gesperrt. Grundsätzlich kann ich die Beweggründe ja verstehen. Da Moorfrösche sehr störungsempfindlich sind, kann das vermehrte Interesse von naturbegeisterten Touristen zu einem Problem werden. Auf der anderen Seite kann ich nicht verstehen, dass gleich alle Teiche gesperrt werden. Ein jährlicher Wechsel bei der Sperrung, so dass immer ein zwei Teiche offen bleiben, würde sowohl den Fröschen helfen, aber auch das Interesse der Naturfreunde befriedigen. Ich bin immer noch der Meinung, man schützt nur, was man kennt. Daher sollte nicht grundsätzlich der Zugang verwehrt werden. Dies ist in meinen Augen unproduktiv und sorgt wieder einmal für Abneigung gegen den Naturschutz. Aber nun genug Moralapostel gespielt. Hier ein paar Bilder von unserem Trip. Wir haben dann nämlich doch noch einen Teich mit vielen Erdkröten und wenigsten ein paar Exemplaren des Moorfrosches gefunden.



















Montag, 12. März 2012

Farbenblindheit Simulieren Photoshop CS4

Die unter euch, die mich schon länger kennen, wissen, dass ich eine Rot-Grün-Sehschwäche habe.
Bewusst sage ich hier nicht leide. Allerdings ist es für viele Normalsichtige schwer zu verstehen, wo mein Problem liegt.
Die häufigste Frage ist immer wieder: "Wie kannst du denn Autofahren, wenn du Rot und Grün nicht auseinander halten kannst?" Meine Antwort darauf ist dann meistens: "Wie schaffst du es denn, wenn du nicht mal weisst, dass Rot oben und Grün unten ist?"
Aber ok., Spass bei Seite. Grundsätzlich kann jeder, der eine Rot-Grün-Sehschwäche hat, meiner Erfahrung nach, ein sauberes Rot und ein sauberes Grün voneinander unterscheiden. Probleme gibt es nur bei Mischfarben oder Zusammensetzungen aus Bildern, in denen Rot und Grün nicht sauber getrennt sind.
Als Beispiel will ich euch mal zwei Bilder von wikipedia (Quelle wikipedia 2012) zeigen:


Ishihara-Farbtafel: Rot-Grün-Sehschwache sehen     
hier ausschließlich eine 17, 
Normalsichtige erkennen auch eine 47      


   

Auflösung für Betroffene: Rot-Grün-Sehschwache sehen die hier 
blau markierten Felder im Originalbild in derselben Farbe wie den Hintergrund, 
Normalsichtige können hingegen den Farbunterschied erkennen

In meinem Job wirkt sich das hingegen häufig dann aus, wenn ich Pläne und Karten von anderen Planern begutachte oder prüfe. Hier ist häufig das Phänomen, dass Biologen und Landschaftsplaner gerne rote Linien auf grünen Hintergrund verwenden, z.B. Wege oder Abgrenzungen auf Farbluftbildern mit grün dargestelltem Wald. Bei dieser Kombination, vor allem wenn es dünne Linien sind, verschwindet das Rot im Grün. Auch sind für mich viele Mischfarben nicht als solche zu erkennen. Brauntöne sind hier der Klassiker, entweder es ist Rot oder Braun. Rotbraun wird in eine der beiden Farbrichtungen klassifiziert.

Bei meinem Hobby als Fotograf wirkt sich das natürlich auch aus. Hin und wieder passiert es, dass ich Farben einfach nicht sauber trennen kann und dann versuche, sie im Bild entsprechend meiner Ansicht nach herauszuarbeiten. Das kann hin und wieder zu lustigen Effekten führen. Dennoch denke ich, bekomme ich es bei den meisten Fotos ganz gut hin.

Der Grund warum ich aber eigentlich diesen Post schreibe ist, dass ich im Netz auf eine interessante Neuerung von Photoshop CS4 gestoßen bin. Ab dieser Version kann Photoshop nämlich Farbenblindheit simulieren. Idee dahinter ist es, Grafikern die Möglichkeit zu geben, zu prüfen, ob auch Menschen wie ich Ihre Entwürfe "sehen" können.
Super fand ich im Zusammenhang das nun folgende Video zu CS4. Ok, ich sehe nicht viel Unterschied, aber für jeden, der sich schon immer gefragt hat, wie ich was sehe, ist das hier glaube ich ganz hilfreich.

Also viel Spass beim "Farbenblind" sehen.



 Hier auch noch der Link zur Videoseite: tv.adobe.com

Sonntag, 11. März 2012

Helgoland 2012

Endlich hat es geklappt.
Der zweite Anlauf war erfolgreich.
Nachdem uns das Wetter im Januar einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hat und wir unsere geplante Reise nach Helgoland nicht machen konnten, haben wir es im März endlich geschafft.
Diesmal war der Wettergott auf unserer Seite, es war nicht zu kalt, so dass die Stunden am Strand nicht zur Folter wurden. Die Überfahrt war ruhig und das Beste - die Sonne hat sich zwar gezeigt, aber immer nur ein wenig und schön durch Schleierwolken.
Also perfektes Fotowetter.
Der Zeitpunkt im März ist zwar nicht ideal als Fototermin, da die Zugvögel noch nicht da sind und die Robbenbabys schon zu erwachsen, aber es gibt auch Vorteile.
So waren wir die einzigen Fotografen auf der Düne, wodurch die Robben sehr ruhig und zutraulich waren. Dadurch waren, wie ich finde, ein paar schöne Aufnahmen möglich.
Dies war meine erste Reise nach Helgoland und ganz bestimmt nicht die letzte.
Die Bilder sind alle mit der K5 und dem Sigma 120-400 f4,5 - 5,6 entstanden, bodennahes Stativ und überwiegend Bauchlage. An dieser Stelle Dank an Sebastian für den Tipp mit der Gortex-Hose. Auch nach mehreren Stunden am Strand war ich absolut trocken und warm.

Aber nun genug der Worte hier die Bilder: